Mittwoch, 15. Oktober 2008

TAG 222 - nightrun

Meine persönliche etwas verschwommene Sichtweise der Dinge


Es stand der Nightrun am Plan. Leider erfolgte der Versuch der Anmeldung zu spät, und so kam es, das ich außer Konkurrenz, gemeinsam mit meinen angemeldeten Freunden der Versuchung nicht widerstehen konnte, das erste Mal :-) in meinen Leben, nicht angeheitert durch das nächtliche Wien zu laufen. Wobei man kaum von laufen sprechen konnte, nicht nur ob der vielen anderen Teilnehmer die sich in ihren schwarzen Startershirts auf die Socken machten, sondern weil, aus welchen Grund auch immer (siehe Kampf der Geschlechter Post 1 :-) das bloße bewältigen von 4 km Laufstrecke nicht reichen würden als eigenständige Einheit, dem großen Ziel 70.3 Mai 2009 bedeutend näher zu kommen.



Daher wird der Start flugs vom Rathausplatz zur Hauptallee zum Stadion verlegt, welches noch in bedächtiger Unkenntnis der mittlerweile sich abzeichnenden Niederlage gegen Serbien, seelenruhig vor sich hin schlummerte. Aber nicht das wir vom Stadion direkt zum Rathaus laufen, geht es zuerst noch Richtung Lusthaus. So haben wir dann bereits 8,5 km in den Beinen, bis wir dann endlich am mittlerweile überfüllten RHP eintrudeln. Die ersten 16 km nach langer Zeit 2 Tage davor zeigen doch deutliche Spuren.




So gings dann halt los, mit mehr oder weniger strammen Schritt, vorbei am Schwarzen Kameel, dem Meinl und dem Fabios, wie gerne hätte ich ein kleine Rast eingelegt, auf Brötchen mit an Seidl, auf a Glasl guten Wein, oder ein gutes Risotto, stattdessen quäle ich mich durch die "Hitze der Nacht".





Tja bis ins Ziel ist es nicht weit, trotzdem fordert der Lauf seinen Tribut, zumindest bei einigen Anwesenden. Laut schnaufend, nach kurzer Strecke schon dehnend an der Seite, oder einfach nur knapp vor dem Zusammenbrechen.
Wir drei schaffen es erhobenen Hauptes über die Ziellinie, ich selbst werde aufgrund fehlender Anmeldung zum Kleinkriminellen, und labe mich mit Wasser und Müsliriegel am Zielbuffet.
Aber keine Sorge, ich werde ein paar Euro für wohltätige Zwecke spenden, für die Verpflegung im Ziel - ich versprechs - und auf welche Art es mir lieber ist, die Stadt zu durchstreifen überlege ich auch noch.

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